José Saramago wurde am 16. November 1922 in Azinhaga, Portugal geboren. 1947 schrieb Saramago zwei Novellen, von denen jedoch nur eine (Terra do Pecado) veröffentlicht wurde. Da Saramago glaubte, "dass er nichts Lohnendes zu sagen hätte", blieben diese bis 1966 seine einzigen literarischen Werke.
Neben seiner Tätigkeit als Übersetzer arbeitete Saramago einige Jahre im Verlag "Estúdios Cor", wo er viele bedeutende portugiesische Schriftsteller kennen lernte. Ab April 1975 arbeitete Saramago als stellvertretender Leiter der Tageszeitung "Diário de Notícias", musste jedoch, nachdem die sozialistische Perspektive der Nelkenrevolution zerschlagen war, schon im November des gleichen Jahres diese Stellung wieder aufgeben. Ohne Hoffnung auf eine Anstellung fasste er den Entschluss sich ganz der Literatur zu widmen.
1980 hatte er seinen nationalen Durchbruch mit dem Roman Hoffnung im Alentejo. Darin beschreibt er die Geschichte der Landarbeiter des Alentejo, ihr entbehrungsreiches und eintöniges Leben. Internationale Bekanntheit erlangte Saramago 1982 mit dem blasphemisch-humoristischen Liebesroman Das Memorial, der im Portugal des 18. Jahrhunderts angesiedelt ist. Der große Erfolg dieser beiden Romane ermöglichte ihm die finanzielle Unabhängigkeit als Schriftsteller. In der Folge erschienen zahlreiche Gedichte, Novellen, Romane und Dramen.

 

1998 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen.


Obwohl sich Saramago als Pessimist bezeichnet und trotz mancher an Kafka erinnernden Situationen in seinem Werk, sind in seinen Texten immer auch Hoffnung, tief wurzelnder Glaube an das Gute im Menschen und in der Welt sowie Appelle an die Humanität zu finden.

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Stücktitel
Das Zweite Leben des Franz von Assisi