Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten

SCHÖRLE Martin

Komödie (1 H / 1 Dek)

frei zur UA

 

Fredenbek ist ein verheirateter Beamter der gehobenen Laufbahn – wobei „verheiratet“ primär auf seinen Beruf zu beziehen ist –, der nach Jahren eine herausgehobene Position in der behördeninternen Hierarchie erreicht hat – den laut Beamtenrecht vorgeschriebenen Regelbeförderungen sei Dank! Ein nach außen unscheinbarer, penibler und zugleich hektischer Typ in den Endvierzigern; ein permanenter Unruheherd, der entgegen allen Bemühungen denkbar uneffektiv und unbeholfen agiert und dessen Handeln deshalb immer wieder in kuriosen Misserfolgen mündet. Er ist krampfhaft bemüht, alle eventuell eintretenden Szenarien vorherzusehen, um sie zu vermeiden oder zu seinen Gunsten zu wenden.
Aber die Realität beschert ihm genau das Gegenteil: Regelmäßig die falschen Schlüsse ziehend verheddert er sich zusehends in seinem ganz eigenen Gedankengewirr. Seine Aufmerksamkeit richtet sich mehr und mehr auf (teilweise absurde) Details seines Berufs – wie Aktenzeichen, Dienstverordnungen, statistische Erhebungen. Mit fortschreitender Spieldauer wird deutlich, dass sich Fredenbek aus dem Leben jenseits seines Büros nahezu völlig verabschiedet hat…
Vor allem aber wird schonungslos aufgedeckt, dass es zwischen Slapstick und Tragik eine Nahtstelle gibt. Und dass diese Nahtstelle einen Namen hat. Und dass dieser Name Hans Fredenbek ist.

 

„Nach den Müttern nahm sich der Hamburger Martin Schörle eine weitere Randgruppe vor – ‚die einzige, die sich nicht in Selbsthilfegruppen bemitleiden kann’ – die Beamten. Schörle schreibt und erzählt aus eigener Erfahrung als Verwaltungsbeamter. Sein vor zwei Jahren erschienener Monolog Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten hat einen Autorenpreis gewonnen und einen Verlag gefunden. In mitunter sich hysterisch steigernden Sätzen breitet Schörle das ganze Drama eines Schreibtischlebens vor dem kichernden Publikum aus. Nach dem tollen Vortrag dämmert es einem, warum ein durchsichtiger Radiergummi zum Todfeind des Beamten werden kann. Herrlich absurd und komisch!“ (Nordbayerischer Kurier)

 

LESEPROBE

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