Arthur Schnitzlers Fanny

SZYSZKOWITZ Gerald

Historisches Drama (3 D / 2 H / 4 Dek)

 

Ungefähr 20 Jahre sind nun seit der Trennung vergangen. Franziska hat in Bielitz, wo sie auch nach dem Tod ihres Mannes noch wohnt, in der Zeitung gelesen, dass ihr Jugendfreund Arthur mit dem Bauernfeld-Preis ausgezeichnet worden ist, hat dem „berühmten Autor“ sofort brieflich gratuliert, und, geschmeichelt von ihrem vertraut-liebevollen Ton, bittet Schnitzler sie, baldmöglichst nach Wien zu kommen. Sie steigt am nächsten Tag in den Zug und – da ist sie. Verliebt in ihn wie eh und je.
Arthur will Fanny zwar schon nach der ersten gemeinsamen Nacht nicht mehr sehen, setzt sich dafür aber gleich an den Schreibtisch und konzipiert die Novelle Frau Berta Garlan. In der er genau diese Geschichte erzählt. Diese – nach den 20 Jahren der Trennung – nun allerdings nur mehr sehr kurze Liebesgeschichte von dem berühmten Künstler, der in Wien wohnt, und der verliebten Frau Berta Garlan, die normalerweise in der Provinz wohnt, aber plötzlich die Idee gehabt hat, ihren Jugendfreund in der Haupt- und Residenzstadt besuchen zu wollen und…

Die Ähnlichkeit der beiden Handlungen in der Novelle und in der Komödie mit der Wirklichkeit brachte Autor Gerald Szyszkowitz auf die Idee, die Dialoge aus der Novelle Frau Berta Garlan in die Komödie Komtesse Mizzi zu integrieren – in der sich auch ein ehemaliges Liebespaar nach 20 Jahren Trennung wiedertrifft –, und erstaunlicherweise werden nun tatsächlich wie bei einem Rubbelspiel die beiden eigentlichen Urbilder wieder sichtbar: Arthur Schnitzler und Franziska Reich.


UA: 16. Jänner 2007 in der Freien Bühne Wieden / Wien

 

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