Hitlers [nach Belieben ausfüllen]

OSTERTAG Moritz

Satire (2 D / 7 H / 1 Dek)

frei zur UA

 

Johann Salzhüter leitet ein Forschungsinstitut zur historischen Aufarbeitung des Dritten Reiches. Neben Historikern beschäftigt Salzhüter auch eine Gruppe von Archäologen, die für ihn nach historischen Objekten aus der Zeit des Nationalsozialismus sucht. Mit Hilfe des Regisseurs Alfons Nauseam verarbeitet Salzhüter alle historischen Funde und Erkenntnisse zu erfolgreichen Fernsehdokumentationen.
Dass der Nationalsozialismus aber ein in den Medien sehr präsentes und bereits wohl erforschtes Gebiet ist, stört Salzhüter nicht. Er ist bereit auch über die banaleren Aspekte dieser Zeit zu berichten, um sein Publikum mit neuen Dokumentarfilmen versorgen zu können. Das Augenmerk liegt längst nicht mehr auf echter historischer Aufklärungsarbeit, sondern nur noch auf „Hitler um jeden Preis“.

 

Hitlers [nach Belieben ausfüllen] ist zum einen eine Satire auf populärwissenschaftliche Darstellung von Geschichte im Fernsehen und zum anderen auf die starke Fixiertheit der Geschichtsforschung auf den Nationalsozialismus. Alles, was auch nur im Entferntesten mit Hitler zu tun hat, verkauft sich – daher der Titel.
Die Aussage des Stücks ist jedoch nicht, das Gedenken einzustellen oder einen Schlussstrich zu ziehen, sondern vielmehr, dass diesem Thema nicht mit dem gebührenden Ernst gedacht werden kann, wenn man es gleichzeitig durch übermäßige Berichterstattung jedes trivialen Teilbereichs verharmlost.
Gleichzeitig ist das Stück selbst satirisch an die Zeit des Nationalsozialismus angelehnt; jede Rolle ist eine Entsprechung einer eigenen Figur der Führungsspitze des Dritten Reiches.

 

LESEPROBE

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