Lästerungen

ZÜRNER Bernhard

frei zur UA

 

Der Apostel Paulus steht vor Gericht. Protokolle eines Prozesses aus dem Rom Neros sind aufgetaucht: Vor zehn Senatoren wird Paulus beschuldigt römische Bürger um 1 Million Sesterzen betrogen zu haben.
Zum ersten Male steht Gotthold Ephraim Lessing selbst auf der Bühne. Er hat die vergilbte Abschrift der Gerichtsprotokolle zusammen mit den bekannten „Fragmenten eines Ungenannten“ in der Wolfenbütteler Bibliothek gefunden. Da er sie nicht veröffentlichen darf, aber das Recht behalten hat, seine religionskritischen Gedanken auf der Bühne darzustellen, lässt er die Gerichtsverhandlung dem Braunschweiger Herzog als „Schauspiel“ vorführen. Sein alter Gegner Hauptpastor Goeze wohnt überraschend der Aufführung bei, und der bekannte Streit Lessing – Goeze findet als Rahmenhandlung des Gerichtsdramas seine Fortsetzung.

 

Lästerungen ist eine spannende und aufklärerische Abrechnung mit dem Christentum, durch die wir – zusammen mit dem Dramatiker und Religionskritiker Lessing – die bloße Menschlichkeit und Anklagbarkeit der christlichen Religion in der Figur ihres Hauptapostels kennen lernen.
Das Stück weist darüber hinaus auch Parallelen zum Verhalten heutiger politischer Autoritäten auf: Der große Paulus hat Geldeinnahmen mit falschen Versprechungen erwirkt; er hat riesige Kollektenerträge nicht versteuert – und sie zweckentfremdet in der Jerusalemer Tempelbank auf einem „schwarzen Konto“ verschwinden lassen.

 

LESEPROBE

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